Wenn die ersten Herbstwinde über die Nordseeinsel Sylt wehen, begann traditionell die Zeit der Einheimischen. Nur die Eingeweihten unter den Urlaubern wählten Herbst und Winter zu ihrer Reisezeit und genossen den unvergesslichen Charme der rauen See, der frischen Lüfte und der mit Raureif und Schnee bedeckten Strände. Dazu die herrlichen Sonnentage, wenn der klare, nordisch-blaue Himmel den Blick vom Lister Leuchtturm aus freigibt über zig Kilometer Wasserfläche und man sich als der nördlichste Mensch Deutschlands fühlen kann. Oder wenn man im Hafen von Hörnum dabei ist, wenn die weißen Schiffe zu den winterlichen Ausflugsfahrten durchs Wattenmeer und zu den Seehundbänken starten.
Das solche Schönheit nicht lange ein Geheimtipp bleiben konnte, ist allzu verständlich. Winterurlaub auf Sylt, das ist Erholung pur für Genießer wie Aktive gleichermaßen. Wattwanderungen entlang der frostüberzogenen Dünen weiten den Blick und die Lungen. Sportlich Ambitionierte lädt das 200 Kilometer lange Radwandernetz zu Touren entlang der Küsten oder quer über die Insel ein. Nach einem ausgiebigen Ausflug eine feine Tasse Tee, einen friesischen Pharisäer oder einen steifen Grog in einer der Tee- und Kaffeestuben inmitten der Dünen zu genießen, das weckt die Lebensgeister. Und die berühmten Friesenkekse, aber auch Austern, Heringe, Salzlamm oder Labskaus schmecken im Winter mindestens so gut, wie in sommerlicher Glut. Die zwölf Kirchen der Insel sind lohnende Ausflugsziele, wie die zahlreichen großen und kleinen Kunstausstellungen und Inselgalerien auch für alle, die mit dem Pkw unterwegs sind.
Vor allem Westerland bietet zudem reichlich Gelegenheit zum exklusiven Shopping ohne das ewige Geschiebe und Gedränge des Hochsommers, oder zu einer ausgiebigen Schlemmertour durch die angesagten Restaurants der Stadt. Westerland Hotels, Appartements und Ferienhäuser finden sich für den Winterurlaub auf Sylt in jeglicher Ausführung und Preisklasse über die Insel verteilt. Egal, ob man mit dem eigenen Pkw anreist, per Bahn oder Flieger, jeder findet etwas in dem Inselort, der seinen Wünschen entspricht. Rechtzeitiges Buchen vorausgesetzt. Eng wird es alljährlich um den 21. Februar herum, wenn die Sylter ihr traditionelles Biikebrennen veranstalten. Dann lodern in den Dörfern gewaltige Holzfeuer, Fackelzüge erhellen die Strände, und am Ende stärkt man sich mit Grünkohl und Wurst satt, inklusive Sylter Hopfen, dem inseleigenen Bier.